Hinter Hechingens Gewerbetüren und –toren verbirgt sich so manche Überraschung. Zum Beispiel in der Brunnenstraße 21. Dort werden bei der Firma WBA Heusel GmbH Autos gebaut. Zwar auf der Grundlage von Serienfahrzeugen, aber wenn diese die Hechinger Werkstatt wieder verlassen, ist nichts mehr wie vorher. Geschäftsführer Uwe Heusel, der das Unternehmen 1987 am Standort gründete, fing mit verlängerten Opel-Modellen an, die in Israel als Taxis eingesetzt wurden. Heute liegt der Focus auf der Sicherheitstechnik, sprich: die Firma panzert PKW, insbesondere große SUV und Limousinen, bei letzteren ist die WBA Heusel eine der ganz wenigen Firmen weltweit, die diesen Service anbietet.

Der Markt für gepanzerte Fahrzeuge erfordert natürlich Diskretion. Über seine Kunden, zu 80 % werden die Fahrzeuge an Botschaften ausgeliefert, äußert sich Uwe Heusel nicht. Wohl aber über die Technik: Stahlplatten verstärken die Karosserie, die Scheiben sind aus Panzerglas. Begeistert von der Technik, die viel indivduelle Handarbeit notwendig macht, war Bürgermeister Philipp Hahn, der der Firma jüngst einen Besuch abstattete. Der Rathauschef, einst im baden-württembergischen Staatsministerium beschäftigt, bewies auch Sachkenntnis in Bezug auf die Panzerungsklassen für PKW. Für die speziellen Fahrzeuge bietet Heusel einen weltweiten Service an.

Die Firma hat aber mehrere Standbeine, so ist sie auch eine klassische Autowerkstatt mit einem Rundum-Service für alle Fabrikate. Darüber hinaus übernimmt die Werkstatt auch die Schadensregulierung von Unfällen für diverse Versicherungen und Autovermietungen. Und auch wer einen Oldtimer sein eigen nennt, ist bei WBA Heusel als anerkannter Fachbetrieb für historische Fahrzeuge an der richtigen Adresse. Die Oldtimer werden hier von Grund auf aufbereitet und nach Wunsch mit moderner Technik versehen. Natürlich nennt Uwe Heusel auch einige Oldtimer sein eigen, darunter einen Siata Super Testa 500 Sport Spider, ein Einzelstück, das auch schon Rennfahrerlegende Jochen Maas geehrt hat .